|
|
Windkraftanlagen | Videos von der Montage einer 250 kW Anlage
__________________________________________________________________________________________
| Die Bauvariante des H-Darrieus-Rotors hat Blätter mit einer geraden Längsachse. Der Name leitet sich vom Profil des Rotors ab, dessen senkrechte Blätter mit dem querliegenden Tragarm an den Buchstaben "H" erinnern. Während die gebogenen Blätter des klassischen Darrieus-Rotors oben und unten mit der Rotorachse zusammenlaufen, sind die geraden Blätter des H-Darrieus-Rotors von der Rotordrehachse freistehend auf Tragarmen angebracht. Im Vergleich mit dem klassisch gebogenen Rotor hat ein H-förmiger Rotor bei gleicher Rotorhöhe ein größeres Drehmoment, weil er eine größere Fläche aberntet und der Hebelarm weiter außen höher ist. Da der Darrieusrotor eine senkrechte Achse hat, ist seine Funktion von der Windrichtung unabhängig, so dass auf eine Windnachführung verzichtet werden kann. Außerdem kann der turbulente Wind nah am Boden genutzt werden. Im Gegensatz zu Horizontalläufern gibt es keine Generatorgondel.
|
 |

mehr Infos
 |
| Der Darrieus-Rotor kann ohne Turm errichtet werden. Sofern der Rotor höher stehen soll, ist die Turmkonstruktion statisch weniger anspruchsvoll, weil dieser keine Generatorgondel tragen muss. Die Beherrschung der Lasten, die von den Rotorblättern ausgehend über die Drehachse weitergeleitet von der Lagerung aufgefangen werden müssen, ist hier auch gut zu bewältigen, weil der Darrieusrotor eine weit auseinanderliegende Zweipunktelagerung hat. Als Auftriebs- und Schnellläufer mit einer Schnelllaufzahl von etwa fünf hat der Darrieus-Rotor einen besseren Wirkungsgrad als der Savonius-Rotor und andere solche Rotoren mit vertikaler Drehachse. Darrieusrotoren erreichen bisher nur Erntegrade von bis zu 38 %, was teilweise daran liegt, dass in einem Teil des Drehkreises die Reibung den Vortrieb überwiegt, teilweise aber auch an dem Entwicklungsvorsprung von 3-flügligen Windkraftanlagen, die einen maximalen Erntegrad von um die 50 % erreichen. Durch die Lastwechsel und deren Wechselwirkung auf die Fliehkraft an den Blättern wird das Material des Darrieusrotors stark belastet.
|
| Zur Stromerzeugung haben sich heute Windkraftanlagen mit horizontaler Rotationsachse durchgesetzt. Moderne Windkraftanlagen zur Stromerzeugung sind aerodynamisch angetriebene Anlagen. Bei ihnen sind die Rotorblätter als aerodynamisches Profil ausgeprägt, das ähnlich wie bei Flugzeugen durch einen Druckunterschied, der aus einem Geschwindigkeitsunterschied zwischen Saug- und Druckseite des Flügels herrührt, einen Auftrieb erzeugt. Dieser Auftrieb wird in ein Drehmoment und in Drehzahl zum Antrieb des Generators umgesetzt. Nur mit Auftriebsläufern können hohe Wirkungsgrade, die den Werten der Betzschen Theorie nahe kommen, erreicht werden. Windkraftanlagen mit horizontaler Rotorachse müssen der Windrichtung nachgeführt werden. Die Gondel ist mit einem so genannten Azimutlager horizontal drehbar auf dem Turm angebracht. Die Windrichtung wird bei großen Anlagen über die Windrichtungsgeber ermittelt. Die Ausrichtung des Rotors in den Wind erfolgt dann mittels Stellmotoren und bei kleinen Anlagen mittels Windfahne. Es wird danach unterschieden, ob sich der Rotor auf der dem Wind zugewandten Seite (Luvläufer) oder auf der dem Wind abgewandten Seite (Leeläufer) des Turmes befindet.
|
 |

mehr Infos
 |
|
|
|